
Die kräftige Steigerung bei Gewinn und Aufträgen gibt einem Kollegen, der die Sicherheitsdebatte verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

„Europas tödlichstes Unternehmen“ verdreifacht Gewinn Handlungsfluss und Kernfakten
Der deutsche Waffenhersteller Heckler & Koch hat im ersten Quartal 2026 seinen Nachsteuergewinn auf 20,1 Millionen Euro mehr als verdreifacht, was einem Zuwachs von rund 255 Prozent entspricht. Der Umsatz stieg um 57 Prozent auf 128,1 Millionen Euro. Das Unternehmen aus Oberndorf am Neckar profitiert von der erhöhten Nachfrage nach Infanteriewaffen, insbesondere durch Rüstungsmodernisierungen bei NATO-Streitkräften und der Bundeswehr.
Heckler & Koch liefert der Bundeswehr schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre als Ersatz für das alte G36-Modell. Ein Rahmenvertrag ermöglicht zudem potenzielle Nachbestellungen von bis zu 170.000 weiteren Exemplaren. Die hohe Auftragslage deutet auf anhaltende Einnahmen in den kommenden Jahren hin.
Trotz des wirtschaftlichen Erfolgs steht das Unternehmen seit Jahren in der Kritik. Unter anderem wurden Waffen an mexikanische Bundesstaaten geliefert, die von der deutschen Regierung als korrupt und unsicher eingestuft werden. Auch eine eskalierte Hauptversammlung 2024 trübte das Bild. Die Unternehmensführung betont jedoch, strategisch gut aufgestellt zu sein und durch Investitionen in Kapazitäten und Technologie nachhaltig wachsen zu wollen.
Fakten
- Heckler & Koch verdreifachte seinen Nachsteuergewinn im ersten Quartal 2026 auf 20,1 Millionen Euro – ein Plus von 255 Prozent.
- Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 57 Prozent auf 128,1 Millionen Euro.
- Die Bundeswehr erhält 80.000 neue Sturmgewehre von Heckler & Koch, mit Option auf bis zu 170.000 weitere über einen Rahmenvertrag.
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