
Die aktuelle Marktlage gibt deutschen Chemieunternehmen kurzfristig Auftrieb, besonders für Kollegen in der Industrie, die die Entwicklung verfolgen.

Deutsche Chemie profitiert vom Iran-Krieg Handlungsfluss und Kernfakten
Der anhaltende Konflikt im Persischen Golf wirkt sich indirekt auf die deutsche Chemieindustrie aus. Durch gestörte Lieferketten aus Asien und eingeschränkte Rohstoffimporte profitieren Unternehmen wie BASF, Lanxess, Evonik und Wacker kurzfristig von geringerem Wettbewerbsdruck und gestiegener Nachfrage. Sie nutzen die Lage, um Preise für Produkte wie Kunststoffadditive, Amine und Butadien deutlich anzuheben. Die Straße von Hormus als zentrales Nadelöhr für den Schiffsverkehr bleibt blockiert, was eine Welle von Force-majeure-Meldungen in Asien auslöst. Deutsche Konzerne melden daher temporäre Wettbewerbsvorteile, insbesondere bei der Lieferfähigkeit.
Fakten
- BASF erhöhte Preise für Kunststoffadditive um bis zu 25 Prozent und Standard-Amine um bis zu 30 Prozent.
- Lanxess-Chef Matthias Zachert spricht von einem „leicht positiven Momentum“ bei der Nachfrage seit März 2026.
- Der Chemieverbund VCI meldet, dass 37 Millionen Tonnen Produktionskapazität in Europa seit 2022 wegfielen und rund 40.000 Arbeitsplätze abgebaut wurden.
- Die Force-majeure-Welle in der asiatischen Chemieindustrie breitete sich innerhalb weniger Tage von Katar bis nach Südostasien aus.
- Butadien-Knappheit begünstigt deutsche Produzenten wie BASF und Evonik, da chinesische Steamcracker unter geringerer Auslastung leiden.
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