
Der Sprung bei Erzeugerpreisen nach drei Jahren gibt einem Kollegen aus der Wirtschaftsbranche etwas gemeinsamen Kontext.

Größter Preisanstieg seit drei Jahren Handlungsfluss und Kernfakten
Die deutschen Erzeugerpreise sind im April 2026 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen – der stärkste Anstieg seit Mai 2023. Das Statistische Bundesamt führt diesen Sprung vor allem auf den Ölpreisschock infolge der Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten zurück. Die Straße von Hormuz, über die etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverkehrs läuft, wurde blockiert, was die globalen Rohölpreise stark ansteigen ließ.
Besonders deutlich stiegen die Preise für Energieerzeugnisse: Mineralölprodukte verteuerten sich um 35,5 Prozent, leichtes Heizöl sogar um 57,6 Prozent. Gleichzeitig sanken Erdgas- und Strompreise leicht. Auch Vorleistungsgüter wie Metalle (plus 9,1 Prozent), Edelmetalle (plus 63,6 Prozent) und chemische Grundstoffe (plus 3,2 Prozent) wurden deutlich teurer.
Im Gegensatz dazu gingen die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 2,5 Prozent zurück. Butter wurde um 38,8 Prozent billiger, Schweinefleisch um 11,0 Prozent. Rindfleisch verteuerte sich hingegen um 9,0 Prozent. Da Erzeugerpreise ein Frühindikator für die Verbraucherpreisinflation sind, könnte die Entwicklung die Inflationsdynamik in den kommenden Monaten beeinflussen.
Fakten
- Die deutschen Erzeugerpreise stiegen im April 2026 um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr – der höchste Anstieg seit Mai 2023.
- Energiepreise stiegen um 2,0 Prozent im Vorjahresvergleich, leichtes Heizöl um 57,6 Prozent.
- Mineralölpreise stiegen um 35,5 Prozent, Edelmetalle um 63,6 Prozent, chemische Grundstoffe um 3,2 Prozent.
- Nahrungsmittelpreise sanken insgesamt um 2,5 Prozent, Butterpreise fielen um 38,8 Prozent.
- Die Verbraucherpreise stiegen im April 2026 um 2,9 Prozent – so stark wie seit über zwei Jahren nicht mehr.
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