Weltkarte mit Temperaturanomalien und Hinweisen auf El Niño im Pazifik, begleitet von Symbolen für Dürre und Starkregen in betroffenen Regionen.
Weltkarte mit Temperaturanomalien und Hinweisen auf El Niño im Pazifik, begleitet von Symbolen für Dürre und Starkregen in betroffenen Regionen.

Die Aussicht auf weitere Hitzerekorde gibt einem Kollegen, der Klimadaten verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

El Niño beschleunigt Erwärmung Handlungsfluss und Kernfakten

Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor einem weiteren Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit bei 86 Prozent, dass eines der Jahre zwischen 2026 und 2030 ein neues Hitzerekordjahr wird. Diese Prognose basiert auf aktuellen Klimamodellen und beobachteten Trends, die eine anhaltende Erwärmung der Erde zeigen. Ein wichtiger Faktor ist das erwartete El-Niño-Phänomen Ende 2026, das die Temperaturentwicklung zusätzlich befeuern könnte.

El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, das sich alle paar Jahre im Pazifik vor Südamerika zeigt. Dabei erwärmt sich das Oberflächenwasser des Ozeans, was weitreichende Wetterfolgen hat. Typischerweise folgen darauf extreme Niederschläge in Mittel- und Südamerika sowie in Teilen Zentralafrikas, während Australien, Südostasien und südliches Afrika von Dürren betroffen sein können. Auch Europa kann von ungewöhnlich hohen Temperaturen betroffen sein.

Die WMO betont, dass El Niño zwar kurzfristig für Hitzespitzen sorgt, die langfristige Erwärmung aber durch den menschengemachten Klimawandel vorangetrieben wird. Die Kombination aus beidem erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit von Extremwetterlagen. Offen bleibt, wie stark die regionalen Auswirkungen 2026 bis 2030 ausfallen werden – dafür sind genauere saisonale Vorhersagen nötig.

Fakten

  • Die WMO schätzt eine 86-%-Chance ein, dass eines der Jahre 2026 bis 2030 ein neues globales Hitzerekordjahr wird.
  • Ende 2026 wird ein El-Niño-Phänomen erwartet, das typischerweise mit sehr hohen Temperaturen einhergeht.
  • El Niño führt zur Erwärmung des Pazifiks vor Südamerika und kann Dürren in Australien und Südostasien sowie starke Niederschläge in Mittel- und Südamerika verursachen.

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