
Die Debatte um 3 statt 10 Prozent Abregelung gibt einem Kollegen, der die Energiewende verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Stromstau in Deutschland: Bremst die Politik die Energiewende? Handlungsfluss und Kernfakten
In Deutschland kommt es immer wieder zu Abregelungen von Wind- und Solarstrom, weil das Stromnetz in einigen Regionen überlastet ist. Anstatt den Netzausbau massiv zu beschleunigen, schlägt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor, neue Wind- und Solarparks in Gebieten mit bereits bestehenden Engpässen keine Entschädigung mehr zu zahlen, wenn sie abgeregelt werden. Dies betrifft alle Regionen, in denen bereits heute 3 Prozent Spitzenkappung auftreten – etwa die Hälfte Deutschlands. Die Regel soll zehn Jahre gelten.
Fakten
- Wirtschaftsministerin Katherina Reiche schlägt vor, dass neue Wind- und Solarparks in Gebieten mit 3 Prozent Spitzenkappfung keine Entschädigung mehr erhalten sollen.
- Aktuell zahlt Deutschland rund drei Milliarden Euro für nicht genutzten Ökostrom durch Abregelung.
- Experten halten eine optimale Spitzenkappung von 5 bis 10 Prozent für wirtschaftlich sinnvoll, nicht 3 Prozent.
- In etwa der Hälfte Deutschlands ist die 3-Prozent-Grenze bereits erreicht oder kurz davor.
- Der Vorschlag soll zehn Jahre lang gelten, um Netzbetreibern Zeit für den Ausbau zu geben.
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