
Die geplante Abschaffung der Vergütung für neue kleine Solaranlagen gibt einem Kollegen aus der Energiewirtschaft etwas gemeinsamen Kontext.

Reiche will Schlussstrich bei Solarvergütung Handlungsfluss und Kernfakten
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant die Abschaffung der Einspeisevergütung für neue kleine Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowatt. Die Maßnahme ist Teil einer geplanten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und soll verhindern, dass überschüssiger Solarstrom an sonnenreichen Tagen zu negativen Preisen gehandelt wird – ein Phänomen, das im Mai 2026 mit einem Tief von minus 855 Euro pro Megawattstunde auf dem Intraday-Markt neue Rekorde erreichte.
Die derzeitige Regelung garantiert Betreibern von Solaranlagen nach dem EEG feste Vergütungen für eingespeisten Strom, unabhängig von Nachfrage oder Marktpreis. Dies führt dazu, dass auch dann Geld fließt, wenn der Strom im Überfluss vorhanden ist und ins Ausland exportiert werden muss. Allein an zwei Tagen im Mai 2026 entstanden laut Reiche hohe zweistellige Millionenbelastungen auf dem EEG-Fördertopf.
Neue Anlagenbetreiber sollen künftig stärker auf Eigenverbrauch, Batteriespeicher oder Direktvermarktung setzen. Bestehende Anlagen sind von den Änderungen nicht betroffen, da die Förderung über 20 Jahre läuft. Kritiker befürchten jedoch, dass die Maßnahme den Ausbau von Dach-Solaranlagen bremst, da sich die Investition für Privathaushalte deutlich länger amortisiert.
Fakten
- Wirtschaftsministerin Katherina Reiche plant die Abschaffung der Einspeisevergütung für neue PV-Anlagen bis 25 Kilowatt.
- Am 1. Mai 2026 fiel der Strompreis zeitweise auf minus 855 Euro pro Megawattstunde.
- Bestehende PV-Anlagen sind von den geplanten Änderungen nicht betroffen.
- Ziel der Reform ist es, den Staatshaushalt zu entlasten und Eigenverbrauch sowie Speicherung zu fördern.
- Die Einsparungen entfalten sich schrittweise, da die Förderung für Altanlagen 20 Jahre läuft.
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