
Der Wunsch nach mehr Offline-Zeit ist groß, besonders unter jungen Erwachsenen, was einem Kollegen oder Freund, der selbst digital entlastet sein möchte, sofort einleuchtet.

81 Prozent schauen stündlich aufs Handy Handlungsfluss und Kernfakten
Eine repräsentative Umfrage der IU Internationalen Hochschule zeigt, wie stark Smartphones das tägliche Leben in Deutschland prägen. Von den befragten Personen schauen 81 Prozent mindestens einmal pro Stunde auf ihre Geräte – auch ohne Benachrichtigung. Bei den 16- bis 30-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei 90,6 Prozent. Gleichzeitig gibt mehr als die Hälfte der Befragten an, gern häufiger offline sein zu wollen.
Der Druck zur ständigen Erreichbarkeit kommt laut Studie aus mehreren Quellen: berufliche Erwartungen, soziale Normen und die Angst, etwas zu verpassen – bekannt als 'FOMO' (Fear of Missing Out). 56,2 Prozent der Teilnehmenden glauben, dass ihr Umfeld zeitnahe Antworten erwartet. Bei Frauen sei dieser Druck im familiären Kontext besonders hoch, da sie oft die Organisation des Alltags tragen.
Digitale Unterbrechungen beeinträchtigen auch die Konzentration: 37,2 Prozent verlieren schnell den Faden, wenn sie durch Nachrichten abgelenkt werden. 44,3 Prozent fühlen sich von der Informationsflut überfordert. Als Gegenmaßnahmen schalten viele Nutzer Push-Benachrichtigungen aus oder nutzen den 'Nicht stören'-Modus.
Fakten
- 81 Prozent der Deutschen schauen mindestens einmal pro Stunde auf ihr Smartphone, auch ohne Benachrichtigung.
- 90,6 Prozent der 16- bis 30-Jährigen checken stündlich ihre Geräte, 48,6 Prozent haben Angst, etwas zu verpassen.
- 56,2 Prozent der Befragten fühlen Druck, zeitnah auf digitale Nachrichten zu reagieren.
- 37,2 Prozent verlieren schnell den Faden, wenn sie durch digitale Nachrichten unterbrochen werden.
- 38,4 Prozent der Befragten schalten Push-Benachrichtigungen aus, um digitalen Stress zu reduzieren.
Visuelle Nachrichtenerklärung von Canto. KI-Werkzeuge können die Produktion unterstützen. Redaktionelle Richtlinien





