Illustration einer Pflanze mit Wurzeln, die sich mit feinen Pilzfäden im Boden verbinden, während Düngerflaschen im Hintergrund verblassen.
Illustration einer Pflanze mit Wurzeln, die sich mit feinen Pilzfäden im Boden verbinden, während Düngerflaschen im Hintergrund verblassen.

Die gezielte Symbiose von Pflanzen mit Pilzen lohnt einen zweiten Blick, besonders für Bekannte, die die Hintergründe mitverfolgen.

Pflanzen mit Pilzen: Dünger sparen ohne Ertrag zu verlieren? Handlungsfluss und Kernfakten

Forscher aus Halle haben einen genetischen Mechanismus entdeckt, der Pflanzen dazu bringt, dauerhaft mit Mykorrhizapilzen zusammenzuarbeiten – selbst unter Bedingungen, unter denen sie die Symbiose normalerweise abbrechen würden. Der sogenannte VIH2-Schalter ermöglicht es, die Regulation dieser Partnerschaft vom Phosphatgehalt im Boden zu entkoppeln, was seit Jahrzehnten ein zentrales Ziel der Mykorrhizaforschung ist. Diese Symbiose verbessert die Nährstoffaufnahme der Pflanzen, was den Bedarf an mineralischem Dünger verringern könnte.

Fakten

  • Forscher entdeckten den genetischen Schalter VIH2, der die Mykorrhizasymbiose von Pflanzen vom Bodenphosphat entkoppelt.
  • Die erzwungene Symbiose zwischen Pflanzen und Pilzen hatte keine negativen Auswirkungen auf Wachstum oder Entwicklung.
  • Die Entdeckung könnte den globalen Einsatz von Phosphatdünger langfristig drastisch reduzieren.
  • Bisher fließen rund 90 Prozent der weltweit geförderten Rohphosphate in die Düngemittelproduktion.
  • Feldversuche stehen noch aus, um zu prüfen, ob die Laborergebnisse unter realen Ackerbedingungen gelten.

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