
Die Sonnenaktivität beschleunigt den Absturz von Weltraumschrott messbar. Wenn jemand in deinem Umfeld Raumfahrt oder Satellitentechnik verfolgt, kann sich ein ruhiges Weiterleiten lohnen.

Weltraumschrott sinkt schneller bei Sonnenflecken Handlungsfluss und Kernfakten
Eine neue wissenschaftliche Analyse zeigt, dass Weltraumschrott bei hoher Sonnenaktivität deutlich schneller an Höhe verliert. Die Forschungsgruppe aus Indien untersuchte die Umlaufbahnen von 17 Objekten über 36 Jahre und identifizierte eine kritische Schwelle: Ab etwa 67 bis 75 Prozent des Sonnenfleckenmaximums nimmt die Absinkrate messbar zu. Verantwortlich ist vermutlich die erhöhte EUV-Strahlung der Sonne, die die obere Erdatmosphäre erwärmt und ausdehnt.
Diese Ausdehnung betrifft vor allem die Thermosphäre, in der viele Satelliten und Weltraumschrottobjekte ihre Bahnen ziehen. Durch den leicht erhöhten Luftwiderstand werden die Objekte stärker abgebremst und verlieren früher an Höhe. Der Effekt war theoretisch bekannt, aber dieser Befund liefert den ersten direkten Nachweis aus Langzeitdaten.
Die Erkenntnisse stammen aus Daten des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung in Deutschland und beziehen sich auch auf Satelliten, die bereits in den 1960er-Jahren gestartet wurden. Die Arbeit wurde im Fachmagazin Frontiers in Astronomy and Space Sciences veröffentlicht und könnte künftig helfen, Satellitenmissionen effizienter zu planen und Kollisionen mit Weltraumschrott besser zu vermeiden.
Fakten
- Bei über 67 bis 75 Prozent des Sonnenfleckenmaximums sinkt Weltraumschrott deutlich schneller ab.
- Eine Analyse von 17 Objekten über 36 Jahre lieferte den direkten Nachweis für den Effekt.
- Erhöhte EUV-Strahlung der Sonne erwärmt die Thermosphäre und erhöht den Luftwiderstand im Orbit.
- Daten des GFZ Helmholtz-Zentrums zur Sonnenaktivität flossen in die Studie ein.
- Die Ergebnisse wurden in Frontiers in Astronomy and Space Sciences veröffentlicht.
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