
Das Aus der MMS markiert ein Ende der Handy-Ära vor WhatsApp, gibt einem Kollegen, der Technikgeschichte verfolgt, aber klaren Kontext.

MMS wird endgültig abgeschaltet Handlungsfluss und Kernfakten
Die Deutsche Telekom und 1&1 stellen zum 30. Juni 2026 den Multimedia Messaging Service (MMS) endgültig ein. Damit endet eine Technik, die Anfang der 2000er-Jahre als Fortschritt galt, aber nie flächendeckend genutzt wurde. MMS ermöglichte den Versand von Fotos und kurzen Videos über das Handy, war jedoch mit Kosten von bis zu 39 Cent pro Nachricht teuer und technisch begrenzt – die maximale Dateigröße lag bei etwa 300 KB.
Nachdem Vodafone den Dienst bereits 2023 eingestellt hatte, folgen nun die beiden anderen großen Anbieter. Der Aufstieg internetbasierter Messenger wie WhatsApp, Signal und Telegram machte MMS überflüssig, da sie kostenlos und mit höherer Qualität arbeiten. Gleichzeitig sank die Nutzung klassischer SMS stark: von rund 60 Milliarden im Jahr 2012 auf nur noch 5,2 Milliarden 2024.
Als Nachfolger gilt nun der Rich Communication Services (RCS)-Standard, der über die native Nachrichten-App funktioniert und Funktionen wie Gruppenchats, Dateianhänge und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet. RCS wird schrittweise auf Android und iOS eingeführt und soll SMS und MMS vollständig ersetzen.
Fakten
- Telekom und 1&1 stellen MMS am 30. Juni 2026 endgültig ein.
- MMS wurde 2002 in Deutschland eingeführt, war aber nie massenhaft genutzt.
- Eine MMS kostete oft 39 Cent, die maximale Größe betrug etwa 300 KB.
- Vodafone stellte MMS bereits im Januar 2023 ab.
- RCS gilt als Nachfolger und unterstützt verschlüsselte Nachrichten, Gruppenchats und größere Dateien.
- 1&1 unterstützt bereits verschlüsselte RCS-Nachrichten auf aktuellen iPhones im Beta-Betrieb.
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