
Die Abschaltung von MMS markiert das Ende einer Ära, gibt einem Kollegen, der die Entwicklung der Mobilkommunikation verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

MMS wird eingestellt – was kommt danach? Handlungsfluss und Kernfakten
Die deutschen Mobilfunkanbieter Telekom, o2 und 1&1 stellen ihren MMS-Dienst zum 30. Juni 2026 endgültig ein. Damit endet eine Technologie, die Anfang der 2000er-Jahre erstmals den Versand von Bildern, kurzen Videos und Tönen per Handy ermöglichte, aber aufgrund hoher Kosten und technischer Einschränkungen nie flächendeckend genutzt wurde. Stattdessen haben internetbasierte Messenger wie WhatsApp, Signal und Telegram den Markt dominiert und MMS als veraltet erscheinen lassen.
Der offizielle Nachfolger heißt Rich Communication Services (RCS). Dieser Standard ist bereits in die Nachrichten-Apps moderner Android-Smartphones integriert und bietet Funktionen wie Gruppenchats, Lesebestätigungen und den Versand von hochauflösenden Medien – alles ohne zusätzliche Kosten, solange eine Datenverbindung besteht. Auch Apple unterstützt mittlerweile RCS, was eine plattformübergreifende Kommunikation ermöglicht.
Für Nutzer ist der Übergang weitgehend nahtlos, da viele bereits über Google Messages oder ähnliche Apps auf RCS zugreifen. Die Abschaltung von MMS ist Teil eines breiteren Trends: Bereits 2023 hatte Vodafone seinen MMS-Dienst eingestellt. Die Mobilfunkbranche setzt nun voll auf moderne, datenbasierte Kommunikationsstandards.
Fakten
- Telekom, o2 und 1&1 stellen den MMS-Versand zum 30. Juni 2026 ein.
- MMS war oft mit Kosten von 39 Cent pro Nachricht verbunden.
- Der offizielle Nachfolger heißt Rich Communication Services (RCS).
- RCS ist in Android-Geräten über Google Messages integriert.
- Apple unterstützt mittlerweile ebenfalls den RCS-Standard.
- Vodafone hatte seinen MMS-Dienst bereits im Januar 2023 abgeschaltet.
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