
Die Kritik an der Lieferkette bleibt bestehen, besonders für Kollegen im Nachhaltigkeitsbereich, die den Fortschritt verfolgen.

Milka erhält erneut Negativpreis Handlungsfluss und Kernfakten
Der US-Konzern Mondelēz, Hersteller der Marke Milka, hat erneut Kritik für seine Lieferkette erhalten. Nachdem das Unternehmen bereits 2025 den Titel „Mogelpackung des Jahres“ erhielt, wurde es nun von der australischen Initiative „Be Slavery Free“ mit dem „Bad Egg“-Negativpreis ausgezeichnet. Die Auszeichnung geht auf eine mangelnde Transparenz in Bezug auf Kinderarbeit, Einkommen der Kakaobauern und Pestizideinsatz zurück. Die Organisation bewertet Schokoladenhersteller weltweit anhand sozialer und ökologischer Kriterien.
Mondelēz war nicht das einzige Unternehmen, das schlecht abschnitt: Auch Starbucks, Magnum und Krüger gaben keine ausreichenden Informationen preis. Im Ranking landeten vor allem japanische Hersteller wie Glico, Morigana und Daito Kakao auf den hinteren Plätzen. Gegenüber diesen bleibt Milka zwar besser platziert, doch im Vergleich zu nachhaltigen Anbietern wie Halba oder Tony’s Chocolonely, die über 80 Prozent erreichten, hinkt das Unternehmen deutlich hinterher.
Die Kritik könnte sich langfristig auf die Markenwahrnehmung auswirken. Eine YouGov-Umfrage zeigt, dass über 50 Prozent der Verbraucher weniger Schokolade kaufen als vor zwei Jahren. Zwar bleibt Milka bekannt, doch die Beliebtheit von Marken wie Lindt und Milka scheint zu sinken. Ob die Drucke aus Reputationsverlust und Shrinkflation zu konkreten Verbesserungen führen, bleibt abzuwarten.
Fakten
- Mondelēz erhielt den Negativpreis „Bad Egg“ von der Initiative „Be Slavery Free“ wegen mangelnder Transparenz in der Lieferkette.
- Die Kritik betrifft fehlende Angaben zu Kinderarbeit, Einkommen von Kakaobauern und Pestizideinsatz.
- Im Ranking schneiden Hersteller wie Halba und Tony’s Chocolonely mit 85 und 83 Prozent deutlich besser ab.
- Ritter Sport erreichte 71 Prozent, erhielt aber Kritik für niedrige Bewertung beim Einkommen der Bauern.
- Sieben weitere Unternehmen, darunter Starbucks und Magnum, gaben keine ausreichenden Daten preis.
- Eine YouGov-Umfrage zeigt, dass über 50 Prozent der Verbraucher weniger Schokolade kaufen als vor zwei Jahren.
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