Außenansicht des Marc-Aurel-Flagshipstores in Gütersloh mit Schaufensterauslage und Logo
Außenansicht des Marc-Aurel-Flagshipstores in Gütersloh mit Schaufensterauslage und Logo

Die Fortführung der Geschäfte gibt einem Kollegen, der die Branche verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Marc Aurel meldet Insolvenz Handlungsfluss und Kernfakten

Der deutsche Damenmode-Anbieter Marc Aurel aus Gütersloh hat im Mai 2026 Insolvenz angemeldet und befindet sich nun in einem Eigenverwaltungsverfahren. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Frank Kebekus wurde zum Sachwalter ernannt. Trotz der Insolvenz bleibt der Betrieb vorerst unverändert: Alle Filialen – darunter der Flagshipstore in Gütersloh sowie Outlets in Berlin, Lüneburg, Neumünster und Ochtrup – bleiben geöffnet. Auch der Online-Shop und die Partnerschaften mit weiteren Modegeschäften laufen weiter. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter und erzielte 2024 einen Umsatz von rund 25 Millionen Euro. Im Jahr 2025 rutschte Marc Aurel jedoch in die Verlustzone, was die wirtschaftliche Schieflage einleitete.

Gegründet wurde das Unternehmen 1972 von Reinhold Richter, der zunächst Damenhosen entwickelte. Ab 1979 folgte eine komplette Damenkollektion. Ursprünglich wurde in Deutschland produziert, ab 1984 jedoch sukzessive in Länder wie Polen, die Türkei und verschiedene asiatische und osteuropäische Staaten ausgelagert. Heute positioniert sich Marc Aurel zwischen Premium- und Mainstream-Segment und wirbt mit dem Anspruch, das Modegefühl der modernen Frau zu treffen. Die aktuelle Krise spiegelt die wachsenden Herausforderungen in der Textilbranche wider, in der zahlreiche Anbieter mit sinkenden Umsätzen und strukturellem Wandel kämpfen.

Das weitere Schicksal des Unternehmens hängt nun von der Suche nach einem Investor ab. Geschäftsführer Jan Brandt betont, dass das Ziel sei, das Unternehmen vollumfänglich zu erhalten. Ob und in welchem Umfang weitere Restrukturierungsmaßnahmen nötig werden, hängt nach Aussage des Sachwalters von den laufenden Gesprächen und dem Erfolg des Investorenprozesses ab. Ähnliche Fälle in der Branche zeigen, dass selbst bei gefundenen Investoren oft Filialschließungen und Räumungsverkäufe folgen.

Fakten

  • Marc Aurel aus Gütersloh meldete im Mai 2026 Insolvenz an und befindet sich in Eigenverwaltung.
  • Der Geschäftsbetrieb läuft weiter: Alle Filialen und der Online-Shop bleiben vorerst geöffnet.
  • Rechtsanwalt Frank Kebekus wurde zum Sachwalter des Unternehmens ernannt.
  • 2024 erwirtschaftete Marc Aurel rund 25 Millionen Euro Umsatz, rutschte 2025 jedoch in die Verlustzone.
  • Das Unternehmen wurde 1972 von Reinhold Richter gegründet und begann mit der Produktion von Damenhosen.
  • Geschäftsführer Jan Brandt strebt an, das Unternehmen vollumfänglich zu erhalten, abhängig vom Erfolg der Investorensuche.

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