
Die anhaltende Zuversicht in Gold gibt einem Kollegen, der Anlagetrends verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Gold fällt – doch jeder Dritte schwört drauf Handlungsfluss und Kernfakten
Der Goldpreis liegt aktuell rund 17 Prozent unter seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2025, nachdem die Rally im Januar 2026 endete. Dennoch bleibt das Edelmetall bei vielen Deutschen die bevorzugte Anlage: Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von Pro Aurum sehen 30 Prozent der Befragten Gold als renditestärkste Geldanlage für mindestens drei Jahre – vor Aktien (26 %) und Fonds (17 %). Die globale Nachfrage nach Gold überstieg 2025 erstmals 5000 Tonnen bei einem Gesamtwert von 555 Milliarden US-Dollar, wobei Finanzinvestoren und Zentralbanken maßgeblich beitrugen.
Die Beliebtheit von Gold wird durch Faktoren wie geopolitische Unsicherheit, De-Dollarisierung und niedrige Zinsen erklärt. Allerdings besitzen nur 18 Prozent der Deutschen physisches Gold oder Silber, was Experten als erhebliches Nachfragepotenzial bewerten. Besonders Menschen mit Hauptschulabschluss oder geringem Einkommen setzen stärker auf Gold, während Gebildete eher auf Aktien und Fonds setzen. Ältere Anleger bevorzugen Gold offensichtlich aufgrund negativer Erfahrungen mit Börsencrashs.
Forscher warnen jedoch vor dem sogenannten Extrapolation Error: der Annahme, dass vergangene Kurssteigerungen sich automatisch fortsetzen. Historisch gesehen folgten auf Goldhöchststände oft lange Seitwärtsphasen oder Korrekturen. Der World Gold Council sieht für 2026 sowohl moderate Gewinne als auch Rückgänge von bis zu 20 Prozent als möglich an – abhängig von makroökonomischen Entwicklungen wie einer wachstumsstarken Reflation in den USA.
Fakten
- Der Goldpreis liegt im Mai 2026 rund 17 % unter seinem Allzeithoch aus 2025.
- 30 % der Deutschen halten Gold für die renditestärkste Anlage über drei Jahre, laut Forsa-Umfrage.
- Weltweit wurde 2025 erstmals mehr als 5000 Tonnen Gold nachgefragt, mit einem Gesamtwert von 555 Mrd. US-Dollar.
- Nur 18 % der Deutschen besitzen physisches Gold oder Silber, trotz hoher Beliebtheit.
- Menschen mit Hauptschulabschluss (39 %) und geringem Einkommen (34 %) setzen stärker auf Gold als Gebildete.
- Der World Gold Council sieht für 2026 Szenarien von moderatem Plus bis zu 20 % Kursrückgang als möglich.
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