
Der Rückgang des Silberpreises lohnt einen zweiten Blick, besonders für Kollegen, die Rohstoffmärkte und Zentralbankpolitik verfolgen.

Silberpreis bricht ein – Fed verschärft Kurs Handlungsfluss und Kernfakten
Der Silberpreis ist am Montag auf rund 74,20 US-Dollar pro Feinunze gefallen und setzt damit den Abwärtstrend fort. Hintergrund ist eine Kombination aus gestiegenen Inflationssorgen, einem stärkeren US-Dollar und einer verschärften Haltung der US-Notenbank. Ein anhaltender Konflikt in der Straße von Hormus treibt die Ölpreise und damit die globale Inflation nach oben, was die Erwartung an höhere Zinssätze weiter schürt. Das CME FedWatch-Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed im Dezember auf 48 Prozent gestiegen ist – deutlich höher als die 14 Prozent der Vorwoche. Gleichzeitig hat UBS ihre Prognose für die globale Silber-Investitionsnachfrage von über 400 Millionen auf 300 Millionen Unzen gesenkt, was auf eine schwächere industrielle Nachfrage und ein höheres Minenangebot zurückgeführt wird. Dadurch könnte das globale Silberdefizit von ursprünglich 300 Millionen auf nur noch 60–70 Millionen Unzen schrumpfen. Silber reagiert empfindlich auf Zinsentwicklungen, da es als zinsloser Vermögenswert gilt. Ein starker US-Dollar und sinkende Erwartungen an industrielle Nutzung belasten den Preis zusätzlich.
Fakten
- Silberpreis fällt auf 74,20 USD je Feinunze am 18. Mai 2026.
- CME FedWatch-Tool sieht 48% Chance für Zinserhöhung im Dezember 2026, vorher 14%.
- UBS senkt Silber-Investitionsnachfrage-Prognose von über 400 Mio. auf 300 Mio. Unzen.
- Globales Silberdefizit könnte auf 60–70 Mio. Unzen sinken, von zuvor 300 Mio.
- Geopolitische Spannungen in der Straße von Hormus treiben Öl- und Inflationsdruck nach oben.
- US-Präsident Trump warnt den Iran vor weiteren Konsequenzen bei Eskalation.
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