Ein Öltanker fährt bei Dämmerung auf offener See, vor ihm eine Karte mit Handelsrouten zwischen Russland, Indien und dem Nahen Osten.
Ein Öltanker fährt bei Dämmerung auf offener See, vor ihm eine Karte mit Handelsrouten zwischen Russland, Indien und dem Nahen Osten.

Der Auslaufen der Ausnahmeregelung gibt einem Kollegen, der globale Energieströme verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

USA stoppen Ausnahme für russisches Öl Handlungsfluss und Kernfakten

Die US-Regierung hat eine befristete Sanktionsbefreiung für den Kauf russischen Seeöls zum 16. Mai 2026 auslaufen lassen. Diese Regelung hatte es insbesondere Indien ermöglicht, russisches Rohöl weiterhin zu beziehen, um globale Versorgungsengpässe infolge der Blockade der Straße von Hormus durch den Iran abzufedern. Die einmonatige Verlängerung war Teil einer Reihe von Maßnahmen der Trump-Administration, darunter Darlehen aus der Strategischen Erdölreserve und eine vorübergehende Aussetzung des 'Jones Act', um steigende Energiepreise zu dämpfen.

Trotz dieser Bemühungen liegen die Benzinpreise in den USA bei rund 4,50 Dollar pro Gallone – dem höchsten Stand seit 2022. Die internationalen Ölpreise bewegen sich seit Beginn des Iran-Konflikts am 28. Februar kontinuierlich über 100 Dollar pro Barrel. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte, die Generallizenz nicht erneuern zu wollen, nachdem zuvor keine offizielle Verlängerung angekündigt wurde.

Zwei führende demokratische Senatorinnen, Jeanne Shaheen und Elizabeth Warren, hatten die Regierung aufgefordert, die Ausnahmeregelung nicht fortzusetzen, da sie Russland Einnahmen für den Krieg in der Ukraine sichere, ohne die Kraftstoffpreise in den USA spürbar zu senken. Gleichzeitig signalisierte Präsident Trump Unterstützung für ein vorübergehendes Aussetzen der Bundesbenzinsteuer und erwog Gespräche mit China über Sanktionserleichterungen für den Kauf iranischen Öls.

Fakten

  • Die US-Regierung ließ am 16. Mai 2026 die Sanktionsbefreiung für den Kauf russischen Seeöls auslaufen.
  • Die Ausnahmeregelung ermöglichte zuvor Ländern wie Indien den Bezug russischen Öls zur Vermeidung von Versorgungsengpässen.
  • US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte, die Generallizenz nicht zu erneuern.
  • Senatorinnen Jeanne Shaheen und Elizabeth Warren forderten, die Regelung nicht zu verlängern, da sie Russland Kriegsfinanzierung ermögliche.
  • Die Benzinpreise in den USA liegen bei etwa 4,50 Dollar pro Gallone, der höchste Stand seit 2022.
  • Präsident Trump erwog Gespräche mit China über Sanktionserleichterungen für den Kauf iranischen Öls.

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