Darstellung des russischen PrK-Moduls an der ISS mit markiertem Leckbereich und Astronauten bei Inspektionsarbeiten im Hintergrund.
Darstellung des russischen PrK-Moduls an der ISS mit markiertem Leckbereich und Astronauten bei Inspektionsarbeiten im Hintergrund.

Ein erneutes Leck an der ISS zeigt, wie fragil die alte Raumstation geworden ist, besonders für Kollegen, die die Diskussion um eine Verlängerung bis 2032 verfolgen.

Erneutes Leck an der ISS entdeckt Handlungsfluss und Kernfakten

Ein erneutes Leck an der Internationalen Raumstation (ISS) im russischen PrK-Modul hat bei der NASA für neue Sorgen gesorgt. Nach Entladearbeiten russischer Kosmonauten am 1. Mai 2026 wurde ein Druckabfall registriert, den die NASA gegenüber Ars Technica bestätigte. Der Luftverlust beträgt etwa ein Pfund pro Tag, was auf weiterhin bestehende strukturelle Probleme hindeutet. Bereits seit über fünf Jahren beobachten Ingenieure des US- und des russischen Raumfahrtprogramms die Leckrate in diesem Modul, das als Transfer-Tunnel im russischen Segment dient.

Das PrK-Modul ist seit Langem eine kritische Stelle der ISS. Im Januar 2026 schienen temporäre Reparaturen wie das Auftragen von Dichtmittel zu helfen, doch der Druckverlust kehrt nun zurück. Ursache sind mikroskopisch kleine strukturelle Risse, die sich aufgrund ihrer winzigen Größe nur schwer lokalisieren und reparieren lassen. Das Modul ist mit dem Zvezda-Servicemodul verbunden und wird derzeit bei niedrigerem Druck betrieben, um die Sicherheit zu wahren.

Die Entdeckung kommt zum ungünstigen Zeitpunkt: Die NASA prüft gemeinsam mit dem US-Kongress, die Nutzung der ISS über das geplante Ende im Jahr 2030 hinaus bis mindestens 2032 zu verlängern. Eine solche Entscheidung hängt von der technischen Stabilität der Station und der Kooperation mit internationalen Partnern wie Roskosmos ab. Intern wird innerhalb der NASA über das Risiko eines katastrophalen Ausfalls diskutiert, was die Zukunft der Raumstation weiter unsicher macht.

Fakten

  • Am 1. Mai 2026 wurde nach Arbeiten russischer Kosmonauten ein erneuter Druckabfall im PrK-Modul der ISS festgestellt.
  • Die NASA misst einen Luftverlust von etwa einem Pfund pro Tag und bestätigte den Vorfall gegenüber Ars Technica.
  • Mikroskopische strukturelle Risse im PrK-Modul sind schwer zu lokalisieren und zu reparieren.
  • Das PrK-Modul wird seit Jahren als problematisch eingestuft und wird derzeit bei niedrigerem Druck betrieben.
  • Die NASA prüft eine Verlängerung der ISS-Nutzung bis mindestens 2032, hängt aber von der technischen Stabilität ab.

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