Das offizielle Plakat des Cannes-Filmfestivals 2026 mit den Figuren Thelma und Louise im Auto, vor dem Hintergrund der Filmfestspiele und der Diskussion über die geringe Zahl weiblicher Regisseurinnen im Wettbewerb.
Das offizielle Plakat des Cannes-Filmfestivals 2026 mit den Figuren Thelma und Louise im Auto, vor dem Hintergrund der Filmfestspiele und der Diskussion über die geringe Zahl weiblicher Regisseurinnen im Wettbewerb.

Die Debatte um Gleichstellung bleibt präsent, besonders für Kollegen im Filmfeld, die Hintergründe verfolgen.

Cannes-Chef weist Kritik an mangelnder Frauenquote zurück Handlungsfluss und Kernfakten

Der Direktor des Filmfestivals von Cannes, Thierry Frémaux, hat Kritik an der geringen Zahl weiblicher Regisseurinnen im diesjährigen Wettbewerb zurückgewiesen. Bei 22 ausgewählten Filmen stammen nur fünf von Frauen – ein Rückgang gegenüber sieben im Vorjahr. Das feministische Kollektiv 50/50 hatte zuvor gefordert, die Auswahl stärker nach Geschlecht zu gewichten, und das diesjährige Festivalplakat als heuchlerisch kritisiert. Es zeigt die Hauptdarstellerinnen des Films „Thelma und Louise“ aus dem Jahr 1991, was nach Ansicht des Kollektivs im Widerspruch zur aktuellen Regisseurinnenquote steht.

Frémaux betonte, es dürfe „unter keinen Umständen“ eine Quote bei der Filmauswahl geben, um die künstlerische Freiheit zu wahren. Er verwies jedoch darauf, dass bei gleichwertigen Arbeiten die Wahl zugunsten der Regisseurin ausfalle. Zudem seien die Festivalleitung und die Jurys paritätisch besetzt. Das Plakat verteidigte er damit, dass es nicht darauf abziele, dem Festival ein „feministisches Image“ zu verleihen.

Das Festival 2026 startet mit einer Eröffnungszeremonie, an der drei deutschsprachige Filme im Rennen um die Goldene Palme teilnehmen. Die Debatte über Repräsentanz im internationalen Kino bleibt damit ein zentrales Thema – auch jenseits der roten Teppiche.

Fakten

  • Im Wettbewerb des Cannes-Filmfestivals 2026 stammen nur fünf von 22 Filmen von Frauen.
  • Das feministische Kollektiv 50/50 kritisierte die geringe Zahl weiblicher Regisseurinnen und nannte das Festivalplakat heuchlerisch.
  • Festivaldirektor Thierry Frémaux lehnt eine verbindliche Quote bei der Filmauswahl ab und betont künstlerische Freiheit.
  • Er bestätigte, dass bei gleichwertigen Filmen die Wahl zugunsten der Regisseurin ausfällt.
  • Sowohl die Festivalleitung als auch die Jurys sind paritätisch besetzt.
  • Das diesjährige Festivalplakat zeigt die Hauptdarstellerinnen des Films „Thelma und Louise“ aus dem Jahr 1991.

Visuelle Nachrichtenerklärung von Canto. KI-Werkzeuge können die Produktion unterstützen. Redaktionelle Richtlinien