
Die Mischung aus Glamour und Absurdität gibt einem Fan des musikalischen Spektakels etwas gemeinsamen Kontext.

ESC 2026: Glitzer, Gladiatoren und Glühwein Handlungsfluss und Kernfakten
Der Eurovision Song Contest 2026 hat in Wien mit einer farbenfrohen, aber chaotischen Eröffnungszeremonie begonnen. Bei sommerlichen 24 Grad marschierten die Delegationen der 35 teilnehmenden Länder über einen türkisfarbenen Teppich quer über den Rathausplatz. Die Kostüme folgten dem bewährten ESC-Rezept: schön, sexy und skurril – von britischen Filzköpfen über serbische Dracula-Outfits bis zu transparenten Tüllkleidern. Der Sieger des Vorjahres, Österreicher JJ, eröffnete feierlich den Umzug.
Doch die Organisation ließ Wünsche offen. Statt Live-Bilder der Performer zu zeigen, flackerte auf den Großbildschirmen meist nur ein 'Welcome to Vienna'-Logo. Stattdessen spielte das Radio-Symphonieorchester österreichische Klassiker, während die Künstler vorbeiliefen. Die Moderation sorgte für peinliche Momente, als internationale Stars wie Boy George gebeten wurden, 'Apfelstrudel' zu sagen.
Politisch blieb der Start ruhig: Israels Kandidat Noam Bettan wurde nur vereinzelt ausgepfiffen, im Gegensatz zu den Protesten im Vorjahr. Dennoch lastet die Spannung im Vorfeld – mit erwarteten antiisraelischen und pro-palästinensischen Demonstrationen bis zum Finale. Der ESC 2026 bleibt damit nicht nur ein Musikwettbewerb, sondern auch ein Spiegel geopolitischer Spannungen.
Fakten
- Der Eurovision Song Contest 2026 fand in Wien statt, nachdem Österreicher JJ im Vorjahr in Basel gewonnen hatte.
- Die Eröffnungszeremonie am 10. Mai 2026 wurde bei 24 Grad und Sonnenschein auf einem türkisfarbenen Teppich über dem Rathausplatz abgehalten.
- Das britische Duo Look Mum No Computer trat mit quadratischen Filzköpfen auf, während Sarah Engels aus Deutschland in einem roten Tüllkleid mit langer Schleppe lief.
- Die Moderation sorgte für peinliche Momente, als Künstler gebeten wurden, 'Apfelstrudel' zu sagen, darunter Boy George.
- Israels Kandidat Noam Bettan wurde bei seinem Auftritt nur vereinzelt ausgepfiffen, im Gegensatz zu den Protesten gegen die israelische Kandidatin im Vorjahr.
- Das ESC-Village auf dem Rathausplatz bot Bühnen und Public Viewing, aber die Liveübertragung der Parade auf den Großbildschirmen blieb aus.
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