
Die Debatte um die GEMA-Reform zeigt Spannungen zwischen Unterhaltungs- und Ernstem Musik-Bereich. Wenn Kolleginnen oder Freunde in der Musikszene sind, kann sich ein ruhiges Weiterleiten lohnen.

GEMA in der Kritik: Vorwürfe vor Abstimmung Handlungsfluss und Kernfakten
Unmittelbar vor der GEMA-Mitgliederversammlung 2026 sind Vorwürfe aufgetaucht, dass die Geschäftsführung mit gezielten Telefonaten das Abstimmungsergebnis zur Reform der Kulturförderung beeinflusst haben könnte. Demnach wurden vor allem Mitglieder aus dem Unterhaltungssektor (U-Bereich) kontaktiert, die in jüngster Zeit hohe Vorauszahlungen erhalten hatten. Eine eidesstattliche Versicherung von einer Quelle aus dem inneren Kreis der GEMA deutet darauf hin, dass diese Kontakte als Gegenleistung für Zustimmung zur Reform gedacht waren – ein sogenanntes Quid pro Quo. Kritisiert wird auch, dass Mitglieder der Ernstten Musik (E-Bereich), die überwiegend gegen die Reform sind, kaum angesprochen wurden.
Fakten
- Vor der GEMA-Mitgliederversammlung 2026 (5.–7. Mai) tauchten Vorwürfe auf, dass die Geschäftsführung gezielt Mitglieder mit hohen Vorauszahlungen angerufen habe, um Zustimmung zur Kulturförderreform zu erhalten.
- Laut einer eidesstattlichen Versicherung diente die Telefonaktion nicht der neutralen Mobilisierung, sondern der gezielten Beeinflussung des Abstimmungsergebnisses – vor allem im U-Bereich (Pop, Rock, Jazz).
- Über zwei Drittel der registrierten Wahlberechtigten stammten letztlich aus dem U-Bereich, nachdem sich deren Anmeldezahlen durch die Aktion verdoppelt hatten.
- Mitglieder der Ernstten Musik (E-Bereich), die überwiegend gegen die Reform sind, wurden kaum kontaktiert; die GEMA begründet dies mit bereits hohen Anmeldezahlen in dieser Gruppe.
- Ein Telefonleitfaden sah vor, nur den Antrag von Vorstand und Aufsichtsrat zu erwähnen, nicht aber Gegenanträge – was als Verstoß gegen die Neutralitätspflicht kritisiert wird.
- Die GEMA bestätigt umfangreiche Mobilisierungsmaßnahmen, weist aber Vorwürfe eines Zusammenhangs mit Vorauszahlungen zurück und verweist auf gesetzliche Regelungen und behördliche Genehmigungen.
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