Ein Cartoon zeigt einen Astrophysiker, der auf einer Leinwand einen Exoplaneten mit extremen Winden und flüssigem Wasser präsentiert, während im Hintergrund ein scherzhafter Hinweis auf intelligente Schildkröten erscheint.
Ein Cartoon zeigt einen Astrophysiker, der auf einer Leinwand einen Exoplaneten mit extremen Winden und flüssigem Wasser präsentiert, während im Hintergrund ein scherzhafter Hinweis auf intelligente Schildkröten erscheint.

Die Suche nach Leben im All wird konkret, besonders für Kollegen, die die Hintergründe mitverfolgen.

Können auf Exoplaneten intelligente Schildkröten leben? Handlungsfluss und Kernfakten

Der Kieler Astrophysiker Wolfgang J. Duschl erforscht Exoplaneten und die Bedingungen für außerirdisches Leben. Er erklärt, dass flüssiges Wasser auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems durchaus möglich ist – unter ungewöhnlichen Bedingungen. Auf sogenannten gebunden rotierenden Planeten, bei denen eine Hälfte ständig Tag und die andere ständig Nacht hat, sorgt eine schnell rotierende Atmosphäre für einen Ausgleich der Temperaturen. So können durchschnittlich 25 Grad Celsius entstehen – eine Temperatur, die prinzipiell Leben ermöglicht. Allerdings herrschen Winde von über 300 Stundenkilometern, was aufrechtes Gehen für Lebewesen wie Menschen unmöglich machen würde.

Fakten

  • Wolfgang J. Duschl ist Professor für Astrophysik an der Universität Kiel und erforscht Exoplaneten und Schwarze Löcher.
  • Auf einigen Exoplaneten herrschen durch schnelle Atmosphärenrotation angenehme Temperaturen von etwa 25 Grad Celsius, obwohl eine Seite ständig Tag und die andere Nacht hat.
  • Die Idee von intelligenten Schildkröten auf solchen Planeten illustriert humorvoll die mögliche Form von außerirdischem Leben.
  • Flüssiges Wasser ist eine zentrale Voraussetzung für Leben, das Forscher auf Exoplaneten suchen.
  • Das Licht von Voyager 1 braucht fast einen Tag, um zur Erde zu gelangen.

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