
Ein kurioser Preisstunt gibt einem Kollegen, der Indie-Spiele verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Ein Spiel für eine Million Euro? Handlungsfluss und Kernfakten
Das Indie-Horror-Spiel Spooky Men sorgte für Aufsehen, nachdem es auf der Plattform Steam zeitweise für eine Million US-Dollar angeboten wurde. Zuvor war es für nur 60 Cent erhältlich. Die Entwickler nutzten damit eine Lücke im Preismodell von Valve, das Anbietern freie Hand bei der Preisgestaltung lässt. Spooky Men, ein wenig originelles Phasmophobia-ähnliches Spiel, startete 2023 im Early Access, erhielt kaum Updates und verlor schnell an Spielerinteresse.
Der extreme Preisanstieg wird als Marketing-Gag gedeutet, ähnlich einem früheren Fall mit der Visual Novel The Hidden and Unknown, die für 2.000 Dollar angeboten wurde. Dort konnten Spieler das Spiel kaufen, durchspielen und innerhalb von zwei Stunden stornieren. Bei Spooky Men könnte der Million-Preis auch ein Mittel gewesen sein, neue Käufer abzuschrecken und negative Bewertungen zu verhindern, da das Spiel faktisch aufgegeben wurde.
Mittlerweile kostet Spooky Men noch 200 Euro und wird dennoch von Steam empfohlen – etwa neben kommerziellen Titeln wie The Quarry. Das wirft Fragen zur Qualitätssicherung im digitalen Store auf, besonders in Nischen, die von Nutzerzahlen und Bewertungen abhängen. Obwohl kaum jemand ernsthaft eine Million zahlen würde, bleibt das Phänomen ein Beispiel für kreative, wenn auch zweifelhafte Monetarisierungsstrategien im Indie-Bereich.
Fakten
- Spooky Men war 2023 im Early Access auf Steam erschienen und galt als uninspirierter Phasmophobia-Klon.
- Das Spiel wurde zeitweise für 60 Cent und später für eine Million US-Dollar angeboten.
- Die Entwickler nutzten Valves offene Preissetzung, um Aufmerksamkeit zu erregen oder Neukäufe zu blockieren.
- Seit 2023 gab es keine Updates, die Community ist inaktiv.
- Mittlerweile kostet Spooky Men 200 Euro und wird dennoch in der Steam-Empfehlung angezeigt.
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