
Die Reduktion der Solarleistung durch Kohleabgase gibt einem Kollegen, der die Energiewende verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Kohlekraft dämpft Solarstrom weltweit Handlungsfluss und Kernfakten
Eine aktuelle Studie der Universität Oxford zeigt, dass Aerosole aus Kohlekraftwerken die Effizienz von Solaranlagen weltweit deutlich mindern. Im Jahr 2023 verringerten diese Schwebeteilchen die Solarstromproduktion um durchschnittlich 5,8 Prozent – in Ländern wie Pakistan und Indien sogar um bis zu 15 Prozent. Besonders problematisch ist die Situation in China, wo gleichzeitig massiv in Solarenergie ausgebaut wird und hohe Kohleemissionen bestehen. Die räumliche Nähe von Kohlekraftwerken zu Solarparks verschärft den Effekt: Im Schnitt liegen sie dort nur 20 bis 30 Kilometer auseinander, in den USA dagegen über 100 Kilometer.
Fakten
- Aerosole aus Kohlekraftwerken verringerten 2023 weltweit die Solarstromproduktion um 5,8 Prozent.
- In Pakistan betrug der Verlust durch Aerosole 15 Prozent, in Indien 10 Prozent, in Deutschland knapp 5 Prozent.
- In China machen Kohlekraftwerke 29 Prozent der Aerosole aus, die die Solarleistung mindern.
- Die durch Aerosole verursachten Solarstromverluste machen fast ein Drittel des jährlichen globalen Ausbaus an Solarkapazitäten aus (2017–2023).
- In den USA liegen Solaranlagen im Schnitt über 100 km von Kohlekraftwerken entfernt, in China nur 20–30 km.
- Die Studie basiert auf einer Analyse von 140.945 Solaranlagen mithilfe von Satellitendaten und KI.
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