Ein Stapel DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher-Module mit Preisschildern, die nach oben zeigen, im Hintergrund ein KI-Rechenzentrum und eine Produktionsanlage.
Ein Stapel DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher-Module mit Preisschildern, die nach oben zeigen, im Hintergrund ein KI-Rechenzentrum und eine Produktionsanlage.

Die RAM-Teuerung trifft Gamer genau dann, wenn Spiele mehr Speicher brauchen, gibt einem Kollegen, der am PC bastelt, etwas gemeinsamen Kontext.

RAM-Preise 2026: Warum Gamer doppelt zahlen Handlungsfluss und Kernfakten

Die Preise für Arbeitsspeicher sind im Jahr 2026 drastisch gestiegen, mit Steigerungen von bis zu 111 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Betroffen sind sowohl DDR5- als auch ältere DDR4-Module, wobei letztere prozentual am stärksten anstiegen, da ihre Produktion stark zurückgefahren wurde. Hauptgrund ist der globale Boom bei künstlicher Intelligenz, der enorme Mengen an Hochbandbreitenspeicher erfordert, der auf denselben Produktionsanlagen wie herkömmlicher RAM hergestellt wird. Hersteller priorisieren den profitableren KI-Markt, wodurch weniger Kapazitäten für den Consumer-Bereich bleiben.

Zusätzliche Faktoren verschärfen die Lage: Ein Erdbeben in Taiwan im März 2026 beschädigte Produktionsanlagen, verschärfte Exportbeschränkungen erhöhten Rohstoffkosten, und steigende Energiepreise belasteten die Herstellung. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen moderner Spiele – 32 GB RAM gelten als empfohlen, 64 GB für anspruchsvolle Simulationen als notwendig. Spieler müssen also genau dann aufrüsten, wenn Preise so hoch wie nie sind.

Trotz der Krise gibt es Strategien: BIOS-Optimierungen können die Leistung bestehender Module steigern, der Kauf gebrauchter Hardware bietet Einsparpotenzial, und Sommermonate könnten günstigere Preise bringen. Fachleute erwarten keine baldige Entspannung, da die Nachfrage nach KI-Speichern weiter steigt. Langfristig könnte sich die Lage erst entspannen, wenn sich der KI-Hype etwas abschwächt und Kapazitäten zurück in den Consumer-Markt fließen.

Fakten

  • DDR4-16-GB-Kits verteuerten sich von 45 € auf 95 € (+111 %) zwischen 2025 und 2026.
  • Ein führender Hersteller stellte 60 Prozent seiner Kapazitäten auf Hochbandbreitenspeicher für KI um.
  • Ein Erdbeben in Taiwan im März 2026 führte zu mehrwöchigen Produktionsstopps.
  • Exportbeschränkungen erhöhten die Rohstoffkosten um rund 25 Prozent.
  • Aktuelle Spiele empfehlen 24 bis 32 GB RAM für optimale Leistung.
  • Analysten verzeichneten einen Quartalsanstieg der DDR5-Preise um über 100 % im ersten Quartal 2026.

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