Illustration eines Finanzmanagers, der von einem klassischen Buyout-Modell zu einem Dividenden- und Cashflow-fokussierten Ansatz wechselt, mit Grafiken zu Renditen und Kapitalstruktur.
Illustration eines Finanzmanagers, der von einem klassischen Buyout-Modell zu einem Dividenden- und Cashflow-fokussierten Ansatz wechselt, mit Grafiken zu Renditen und Kapitalstruktur.

Die Wende hin zu stabilen Ausschüttungen gibt einem Investor, der das Marktumfeld verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Partners Group setzt auf Dividenden Handlungsfluss und Kernfakten

Der Schweizer Asset Manager Partners Group kündigt eine strategische Neuausrichtung seiner Private-Equity-Ansätze an: Weg von klassischen Buyouts, hin zu einer Total-Return-Strategie mit Fokus auf wiederkehrende Cashflows. Ziel ist eine anfängliche Bruttodividendenrendite von fünf bis acht Prozent und eine mittlere zweistellige Gesamtrendite, erreicht durch stabilere Cashflows und geringeren Einsatz von Fremdkapital. Die Haltedauer einzelner Beteiligungen kann bis zu zwölf Jahre betragen, was eine langfristige Ertragsstabilität unterstützen soll.

Die Strategie reagiert auf veränderte Marktbedingungen: Investoren in Private Markets fragen 2026 verstärkt nach planbaren Erträgen, während reines Wachstum allein nicht mehr ausreicht, um hohe Bewertungen zu rechtfertigen. Branchen wie Logistik, Gesundheitswesen und Konsumgüter gelten als bevorzugte Segmente, da sie strukturell stabilere Nachfrage und Erträge bieten. Gleichzeitig wird technologische Disruption bewusst gemieden, was die Strategie defensiver ausrichtet als Wettbewerber wie Blackstone oder KKR.

Ein weiterer Faktor ist der anstehende Wechsel zur Rechnungslegung nach IFRS 18 ab 2027, der die Darstellung von Performance-Gebühren und Anlageerträgen vereinheitlichen wird. Dies erhöht den Aufwand für Reporting und Datenqualität. Zudem erwartet das Management für 2026 nur das untere Ende der Spanne bei erfolgsabhängigen Gebühren, da viele Transaktionen bereits im Vorjahr abgeschlossen wurden. Klarheit soll im Laufe des Jahres durch Quartalsberichte und Updates zu verwalteten Vermögen kommen.

Fakten

  • Partners Group zielt mit seiner neuen Strategie auf eine anfängliche Bruttodividendenrendite von 5 bis 8 Prozent ab.
  • Die Gesamtrendite soll im mittleren zweistelligen Bereich liegen, bei geringerem Einsatz von Fremdkapital.
  • Die Haltedauer für Einzelinvestments kann bis zu zwölf Jahre betragen.
  • Ab 2027 gilt IFRS 18, das die Berichterstattung über Performance-Gebühren und Erträge vereinheitlichen wird.
  • Für 2026 erwartet das Management nur das untere Ende der Spanne bei erfolgsabhängigen Gebühren.

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