Kleiner, blau-violetter Oktopus auf dunklem Meeresboden, fotografiert in 1800 Metern Tiefe vor den Galapagosinseln.
Kleiner, blau-violetter Oktopus auf dunklem Meeresboden, fotografiert in 1800 Metern Tiefe vor den Galapagosinseln.

Die Entdeckung des kleinen blauen Kraken gibt einem Kollegen, der Meeresbiologie verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Neue Oktopus-Art entdeckt Handlungsfluss und Kernfakten

Nahe den Galapagosinseln haben Wissenschaftler eine neue Oktopus-Art entdeckt: Microeledone galapagensis. Das Tier ist nur so groß wie ein Golfball, hat eine auffällige blau-violette Färbung und lebt in einer Tiefe von fast 1800 Metern. Erstmals gesichtet wurde es 2015 während einer Expedition mit einem ferngesteuerten Unterwasserroboter, der drei Exemplare filmte. Ein weibliches Tier wurde eingefangen und später untersucht.

Die Forschergruppe um Janet Voight vom Field Museum in Chicago nutzte hochauflösende Mikro-Computertomografie, um das Tier nicht-invasiv zu analysieren. Auf diese Weise entstand ein detailliertes 3D-Modell der inneren Organe und des Mundapparats – eine Methode, die besonders wertvoll ist, wenn nur ein einziges Exemplar zur Verfügung steht.

Die ungewöhnliche Färbung des Oktopus dient vermutlich als Schutz: Die dunkle Unterseite absorbiert Licht, das sonst von Beutetieren ausgehen könnte und Fressfeinde anlocken würde. Auch die kurzen Arme mit nur einer Reihe Saugnäpfe und die weiche Haut am Rücken unterscheiden die Art von anderen bekannten Oktopoden. Die nächstverwandte Art lebt an der uruguayischen Küste – ein Hinweis auf eine möglicherweise weite Verbreitung der Gattung.

Fakten

  • Forscher identifizierten 2026 eine neue Oktopus-Art, Microeledone galapagensis, vor den Galapagosinseln.
  • Die Art wurde erstmals 2015 in 1800 Metern Tiefe gesichtet und mittels 3D-Mikro-CT-Bildern analysiert.
  • Der Oktopus ist nur golfballgroß, hat eine blaue Ober- und dunkelviolette Unterseite und kurze Arme mit je etwa 30 Saugnäpfen.
  • Die Entdeckung wurde im Fachjournal Zootaxa beschrieben, mit Janet Voight als Hauptautorin.
  • Die dunkle Unterseite des Oktopus absorbiert Licht, um Fressfeinde abzuwehren, die von Biolumineszenz angelockt werden könnten.

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