Illustration einer Grundschulklasse, in der einige Kinder ratlos vor Mathe-Aufgaben stehen, während andere mit Hilfe von ehrenamtlichen Paten üben – im Hintergrund ein Whiteboard mit Zahlen und deutschen Wörtern.
Illustration einer Grundschulklasse, in der einige Kinder ratlos vor Mathe-Aufgaben stehen, während andere mit Hilfe von ehrenamtlichen Paten üben – im Hintergrund ein Whiteboard mit Zahlen und deutschen Wörtern.

Die Mathelücken in Hamburg zeigen, wo Sprache und Unterstützung fehlen, ein wichtiger Kontext für Eltern und Pädagogen, die das Thema verfolgen.

Jedes fünfte Kind in Hamburg scheitert an Mathe Handlungsfluss und Kernfakten

In Hamburg erreichen fast 20 Prozent der Viertklässler die Mindeststandards in Mathematik nicht. Die KERMIT-5-Erhebung für das Schuljahr 2025/26 zeigt, dass im Bezirk Wandsbek 17,3 Prozent der Grundschulkinder bei den Matheanforderungen scheitern. Als zentrale Ursache identifiziert die Bildungsbehörde den wachsenden Anteil von Kindern ohne deutsche Familiensprache, der von knapp 30 auf 34 Prozent gestiegen ist. Ohne ausreichende Deutschkenntnisse sind selbst mathematische Grundbegriffe schwer zugänglich.

Im Gegensatz zur etablierten Leseförderung mit Ehrenamtlichen und klaren Qualitätsstandards fehlt bisher ein vergleichbares strukturiertes Angebot für Mathematik. Der Senat testet zwar an mehreren Grundschulen neue Fördermethoden, doch diese reichen laut Bezirksversammlung Wandsbek nicht aus. Besonders betroffene Schulen sollen stärker in den Fokus genommen werden.

Die CDU-Fraktion stellte daher am 7. Mai 2026 einen Antrag, der einstimmig angenommen wurde. Dieser fordert eine Übersicht über bestehende Förderangebote im Bezirk, eine Analyse des Förderbedarfs an einzelnen Schulen und die Prüfung eines flächendeckenden Mathe-Förderprogramms im Stil der Leseförderung. Ziel ist eine niedrigschwellige Unterstützung durch Ehrenamtliche und eine qualitätsgesicherte Struktur, um die Lücken systematisch zu schließen.

Fakten

  • 17,3 Prozent der Viertklässler in Wandsbek erreichen die Mindeststandards in Mathematik nicht (Schuljahr 2025/26).
  • Der Anteil von Kindern ohne deutsche Familiensprache in Hamburg stieg von knapp 30 auf 34 Prozent.
  • Die CDU-Fraktion brachte am 7. Mai 2026 einen Antrag zur besseren Matheförderung ein, der einstimmig angenommen wurde.
  • Ein strukturiertes Ehrenamtsnetzwerk für Mathe wie bei der Leseförderung soll geprüft werden.
  • Die Bildungsbehörde soll Schulen mit besonders hohem Förderbedarf identifizieren.

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