Illustration einer DNA-Spirale mit Uhrzeigern, die durch Zellen wandert und das biologische Alter anzeigt
Illustration einer DNA-Spirale mit Uhrzeigern, die durch Zellen wandert und das biologische Alter anzeigt

Die neue Gen-Uhr zeigt, wie Therapien das Altern verändern können, ein nützlicher Kontext für Kollegen im Forschungsumfeld.

Neue Gen-Uhr misst biologisches Alter Handlungsfluss und Kernfakten

Eine internationale Forschungsgruppe um Alexander Tyshkovskiy und Vadim Gladyshev von der Harvard Medical School hat eine neue Methode zur Bestimmung des biologischen Alters entwickelt. Im Fachjournal 'Nature' veröffentlichten sie Ergebnisse, die auf der Analyse von über 11.000 Transkriptomen aus mehr als 25 Geweben von Mäusen, Ratten, Makaken und Menschen basieren. Im Gegensatz zu älteren Verfahren, die sich auf DNA-Methylierung stützten, misst die neue 'Gen-Uhr' die Aktivität der Gene direkt – ein dynamischerer Ansatz, der empfindlicher auf Umweltfaktoren, Ernährung und Medikamente reagiert.

Die Forscher testeten die Methode an Mäusen, die unterschiedlichen Behandlungen ausgesetzt waren: von kalorienreduzierten Diäten bis hin zu Rapamycin. Lebensverlängernde Maßnahmen führten zu einem jüngeren molekularen Alter, während schädliche Faktoren wie fettreiche Ernährung die biologische Uhr beschleunigten. Dies zeigt, dass das biologische Altern kein starres Programm ist, sondern durch gezielte Eingriffe beeinflusst werden kann.

Die neue Uhr misst nicht nur das Alter, sondern auch das Sterberisiko – eine bedeutende Weiterentwicklung für die personalisierte Medizin. Noch ist unklar, wie gut sich die Ergebnisse aus Tierversuchen auf Menschen übertragen lassen, doch die Methode eröffnet neue Wege, um Therapien gegen Alterungsprozesse zu bewerten und zu optimieren.

Fakten

  • Forscher der Harvard Medical School veröffentlichten eine neue Methode zur Messung des biologischen Alters in der Fachzeitschrift 'Nature'.
  • Die Methode basiert auf der Analyse von über 11.000 Transkriptomen aus 25+ Geweben von Mäusen, Ratten, Makaken und Menschen.
  • Im Gegensatz zu DNA-Methylierung misst die neue Uhr die Genaktivität – empfindlicher gegenüber Ernährung, Umwelt und Medikamenten.
  • Lebensverlängernde Maßnahmen wie Kalorienrestriktion oder Rapamycin verlangsamten die biologische Uhr bei Mäusen messbar.
  • Die neue 'Sterblichkeitsuhr' kann auch das Sterberisiko präzise vorhersagen, basierend auf dem Zustand der Zellen.

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