
Die Entdeckung von Methan auf einem fernen Gasriesen gibt einem Kollegen aus der Forschung etwas gemeinsamen Kontext.

Erster Gasriese mit erdähnlicher Temperatur analysiert Handlungsfluss und Kernfakten
Astronomen haben erstmals die Atmosphäre eines temperierten Gasriesen außerhalb des Sonnensystems detailliert untersucht. Der Exoplanet TOI-199b, rund 330 Lichtjahre von der Erde entfernt, umrundet seinen Stern alle 100 Tage und weist eine durchschnittliche Temperatur von etwa 80 Grad Celsius auf – ungewöhnlich mild für einen Gasriesen. Diese Temperatur liegt zwar über den höchsten je auf der Erde gemessenen Werten, ist aber deutlich kühler als die Tausende Grad heißen „heißen Jupiter“, die nahe an ihren Sternen kreisen.
Die Untersuchung erfolgte mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops durch Transmissionsspektroskopie: Dabei analysierten Forschende das Sternenlicht, das die Atmosphäre des Planeten während eines Transit durchdringt. Der siebenstündige Transit ermöglichte eine präzise Zerlegung des Lichts in Wellenlängen. Dabei zeigte sich ein charakteristisches Absorptionsmuster für Methan – eine Bestätigung theoretischer Modelle, die Methan in solchen Atmosphären vorhergesagt hatten.
Zusätzlich fanden die Wissenschaftler Hinweise auf Ammoniak und Kohlendioxid. Die Studie, geleitet von Forschern der Pennsylvania State University und des Jet Propulsion Laboratory der NASA, könnte helfen, Modelle zur Entstehung und Entwicklung von Planetenatmosphären zu verfeinern – auch im Hinblick auf die Geschichte der Erde. Weitere Beobachtungen sollen die genaue Zusammensetzung der Atmosphäre von TOI-199b klären. Die Finanzierung erfolgte durch die NASA über das Space Telescope Science Institute.
Fakten
- TOI-199b ist ein Exoplanet in 330 Lichtjahren Entfernung mit einer Temperatur von rund 80 °C.
- Forschende wiesen erstmals Methan in der Atmosphäre eines temperierten Gasriesen nach.
- Die Analyse erfolgte mit dem James-Webb-Teleskop mittels Transmissionsspektroskopie.
- Der Transit von TOI-199b vor seinem Stern dauerte etwa sieben Stunden.
- Hinweise auf Ammoniak und Kohlendioxid wurden ebenfalls gefunden.
- Die Studie wurde von der NASA über das Space Telescope Science Institute finanziert.
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