
Der Sieg von Mascha Schilinskis feministischem Film gibt einem Kollegen aus der Branche, der die Debatte verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Goldene Lola für Schilinski – doch der Abend gehörte den alten Männern Handlungsfluss und Kernfakten
Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises 2026 erhielt Regisseurin Mascha Schilinski die Goldene Lola für ihren feministischen Generationenfilm „In die Sonne schauen“, der insgesamt zehn Auszeichnungen gewann. Der Abend stand jedoch im Zeichen kontroverser Auftritte weißer Männer: Produzent Ingo Fliess kritisierte den Kulturstaatsminister, Ehrenpreisträger Wim Wenders äußerte sich zur umstrittenen Nacktszene mit damals 13-jähriger Nastassja Kinski und lud zur Diskussion über veränderte Moralvorstellungen ein – ohne sich selbst Vorwürfe zu machen. Laudator Leander Haußmann sorgte für Verwirrung durch undeutliche Rede und falsche Namensnennung, während Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in seiner Ansprache jegliche Selbstkritik vermissen ließ, obwohl er zentraler Gegenstand der Debatte war.
Fakten
- Mascha Schilinski gewann die Goldene Lola 2026 für ihren Film „In die Sonne schauen“, der insgesamt zehn Auszeichnungen erhielt.
- Wim Wenders erhielt einen Ehrenpreis und äußerte sich zur umstrittenen Nacktszene mit Nastassja Kinski (damals 13), sagte aber, er mache seinem jüngeren Ich keinen Vorwurf.
- Kulturstaatsminister Wolfram Weimer nahm an der Verleihung teil, äußerte sich aber nicht zur Kritik an seiner Person und wurde später dafür kritisiert, dass er sich beschwert habe.
- Produzent Ingo Fliess kritisierte in seiner Rede die Einschränkung künstlerischer Freiheit und den Umgang des Kulturstaatsministeriums mit dem Buchhandelspreis.
- Laudator Leander Haußmann sprach den Namen von İlker Çatak mehrfach falsch aus und verunsicherte das Publikum mit seiner unzusammenhängenden Ansprache.
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