Illustration eines Batteriespeichers in einem Industriegebäude, der eine Stromlastspitze abfedert, während ein digitaler Zähler die Ersparnis anzeigt.
Illustration eines Batteriespeichers in einem Industriegebäude, der eine Stromlastspitze abfedert, während ein digitaler Zähler die Ersparnis anzeigt.

Die Lastspitzenkappung durch Batteriespeicher senkt die Stromrechnung spürbar, besonders für energieintensive Betriebe – ein klares Signal für Kollegen aus der Industrie, die Hintergründe zu prüfen.

Batteriespeicher spart Betrieben bis zu 50 % Stromkosten Handlungsfluss und Kernfakten

Deutsche Unternehmen mit hohem Stromverbrauch können durch den Einsatz von Batteriespeichern bis zu 50 Prozent ihrer Stromkosten sparen, vor allem durch die sogenannte Lastspitzenkappung. Diese kurzen, aber teuren Spitzen im Verbrauch – etwa nach einem Stromausfall – führen zu hohen Leistungspreisen im Netz. In Baden-Württemberg werden dafür teils über 200 Euro pro Kilowatt fällig. Mit einem Batteriespeicher lässt sich diese Spitze abfedern, oft nur für 15 Minuten im Jahr – doch die Einsparung ist massiv.

Die Technologie wird gerade jetzt wirtschaftlich interessant: Während die Preise für Batteriespeicher in den letzten zehn Jahren um 90 Prozent fielen, stiegen die Strompreise in Deutschland deutlich. Unternehmen wie Furo Energy aus München unterstützen Betriebe mit Software, die berechnet, wann der Speicher laden oder entladen sollte – um Eigenverbrauch zu optimieren oder Lastspitzen zu vermeiden. Ohne solche Systeme sind klassische Excel-Modelle oft überfordert.

Die Nachfrage steigt, vor allem aus Industrie und Gewerbe – von Maschinenbau bis Recycling. Doch nicht jeder Speicher lohnt: Nur bei gezielter Nutzung, etwa zur Lastspitzenkappung, liegen Amortisationszeiten unter fünf Jahren. Für viele Betriebe wird der Speicher damit zum entscheidenden Instrument, um im volatilen Energiemarket zu bestehen.

Fakten

  • Batteriespeicher können Betrieben bis zu 50 Prozent der Stromkosten sparen, vor allem durch Lastspitzenkappung.
  • In Baden-Württemberg fallen für die Leistungspreise teils über 200 Euro pro Kilowatt an.
  • Die Batteriespeicher-Software von Furo Energy berechnet bis zu 48 Stunden im Voraus, wann geladen oder entladen werden muss.
  • Die Amortisationszeit für Speicher liegt bei gezielter Nutzung unter fünf Jahren, sonst bei 10 bis 15 Jahren.
  • Unternehmen mit über 100.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch sind Zielgruppe für diese Technologie.

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