
Die Kostensenkung bei BASF gibt einem Kollegen, der das Thema verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

BASF streicht erneut Jobs Handlungsfluss und Kernfakten
Der Chemiekonzern BASF verschärft seinen Sparkurs mit einem neuen Umbauprogramm namens "CoreShift". Bis 2029 sollen die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft um bis zu 20 Prozent gegenüber 2024 gesenkt werden. Dies betrifft die Sparten Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care, die zusammen rund 40 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Vorstandschef Markus Kamieth bestätigte, dass dies mit weiteren Stellenstreichungen einhergehen wird, nannte aber keine genaue Zahl.
Das Programm ist Teil einer langfristigen Strategie und keine Reaktion auf kurzfristige Konjunkturängste. BASF hat seit 2023 bereits Einsparungen von über 2,3 Milliarden Euro initiiert, die bis Ende 2026 greifen sollen. Die neuen Maßnahmen sollen diese Summe übertreffen. Die Umstrukturierung wird von Julia Raquet geleitet, die ein neues Transformationsbüro leitet und direkt an Kamieth berichtet.
Zu den Maßnahmen gehören die Restrukturierung des Ludwigshafener Hauptwerks, die Neuausrichtung der globalen Service-Einheiten und die verstärkte Nutzung von KI. Ein Teil der Stellen von BASF Global Business Services in Berlin soll nach Indien verlagert werden. Gleichzeitig veräußert BASF Randgeschäfte: Die Mehrheit des Coatings-Geschäfts ging an Carlyle, die Agrarsparte soll 2027 teilbörsenfähig sein, und das Silikatgeschäft wird an den US-Konkurrenten PQ verkauft.
Im ersten Quartal 2026 beschäftigte BASF weltweit 106.428 Mitarbeiter – etwa 5.000 weniger als im Vorjahresquartal. Am Stammsitz Ludwigshafen arbeiten rund 33.000 Menschen. Bis Ende 2028 gilt dort eine Sozialvereinbarung ohne betriebsbedingte Kündigungen, bei der BASF gleichzeitig Milliarden in den Standort investiert.
Fakten
- BASF will bis 2029 die zahlungswirksamen Fixkosten im Kerngeschäft um bis zu 20 % gegenüber 2024 senken.
- Das neue Umbauprogramm "CoreShift" betrifft die Sparten Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care.
- Vorstandschef Markus Kamieth bestätigte weitere Stellenstreichungen, nannte aber keine Zahl.
- Die Umstrukturierung wird von Julia Raquet geleitet, die ein neues Transformationsbüro leitet.
- BASF verkauft das Silikatgeschäft an den US-Rivalen PQ und verlagert Teile der Global Business Services von Berlin nach Indien.
- Weltweit hatte BASF im ersten Quartal 2026 rund 106.428 Beschäftigte – etwa 5.000 weniger als 2025.
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