
Die Hysterie um eine bunte Swatch-Uhr gibt einem Kollegen, der Markenstrategien verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Swatch x Audemars: 385 Euro für Plastik? Handlungsfluss und Kernfakten
Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch hat am Samstag eine Sonderkollektion namens 'Royal Pop' in Zusammenarbeit mit dem Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet gestartet. Die Uhr, die in Swatch-typischer, bunter Plastikoptik gestaltet ist, kostet 385 Euro und wird mit einem Kalbslederband angeboten. Der Verkauf war auf ausgewählte Geschäfte beschränkt – jeweils eine Uhr pro Person, Geschäft und Tag.
In mehreren Städten weltweit, darunter Stuttgart, Köln, New York, Paris und Mailand, bildeten sich lange Schlangen. In Stuttgart warteten Fans teils seit Tagen vor dem einzigen Standort in Baden-Württemberg. In Düsseldorf und Köln standen Menschen bis zu 300 Meter Schlange, einige bereits seit Donnerstagabend mit Campingausrüstung.
Aus Sicherheitsgründen mussten Swatch-Geschäfte in Köln, Düsseldorf, London, Liverpool und Manchester vorübergehend schließen. In Paris setzte die Polizei Tränengas ein, um die Menschenmenge zu zerstreuen. In Mailand kam es bereits am Morgen zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen Fans. Der Verkauf wurde daraufhin vorerst gestoppt, ohne neuen Termin bekanntzugeben.
Laut AFP unterschätzten die Organisatoren den Sicherheitsbedarf deutlich. Swatch hatte bis Redaktionsschluss nicht auf Anfragen reagiert. Die Kollektion zeigt erneut, wie Markenhype und limitierte Verfügbarkeit extreme Käuferreaktionen auslösen können – selbst bei Produkten im Plastikdesign.
Fakten
- Swatch und Audemars Piguet lancierten am 16. Mai 2026 die gemeinsame Kollektion 'Royal Pop'.
- Die Uhr kostet 385 Euro, hat eine bunte Plastikoptik und ein Kalbslederband.
- In Stuttgart, Köln, Paris und New York bildeten sich lange Schlangen; Geschäfte schlossen aus Sicherheitsgründen.
- In Paris setzte die Polizei Tränengas ein, in Mailand kam es zu Prügeleien unter Fans.
- Der Verkauf wurde vorerst gestoppt, ohne neuen Termin bekanntzugeben.
- Swatch hatte bis Redaktionsschluss nicht auf Sicherheitsvorwürfe reagiert.
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