Ein abstraktes Bild einer gefälschten Rechnung auf einem Computerbildschirm, mit roten Warnsymbolen und einem gehackten Rathaus im Hintergrund.
Ein abstraktes Bild einer gefälschten Rechnung auf einem Computerbildschirm, mit roten Warnsymbolen und einem gehackten Rathaus im Hintergrund.

Die manipulierte Rechnung zeigt, wie verwundbar Behörden noch sind, ein Kollege im öffentlichen Dienst könnte hier gut mitreden.

Hacker trickst Kiel mit gefälschter Rechnung aus Handlungsfluss und Kernfakten

Die Landeshauptstadt Kiel ist Opfer eines raffinierten Cyberangriffs geworden. Hacker haben eine echte Dienstleisterrechnung abgefangen und die Zahlungsinformationen manipuliert, sodass 68.000 Euro auf ein Konto der Täter überwiesen wurden. Der Betrug geschah über eine kompromittierte Geschäfts-E-Mail (BEC-Scam), bei dem die Angreifer entweder echte Zugänge übernahmen oder täuschend echte E-Mail-Adressen nutzten. Im Kieler Rathaus fiel die Fälschung trotz Vier-Augen-Prinzip nicht auf.

Bürgermeister Gerwin Stöcken, der die Kämmerei kommissarisch leitet, bestätigte den Vorfall und räumte ein, dass solche Fälschungen schwer zu erkennen seien. Die Stadt hat Strafanzeige erstattet, sieht aber geringe Chancen, das Geld zurückzuholen. Experten vermuten, dass die Summe bereits über mehrere Konten ins Ausland weitergeleitet und abgehoben wurde.

Der Fall zeigt die anhaltende Anfälligkeit öffentlicher Verwaltungen für digitale Betrugsmaschen. Die Kieler Stadtverwaltung kündigte an, ihre Cybersicherheit zu überprüfen und zu stärken, gab aber keine Details bekannt. BEC-Scams gehören mittlerweile zu den häufigsten und kostspieligsten Angriffsformen gegen Behörden und Unternehmen.

Fakten

  • Hacker haben die Stadt Kiel durch einen BEC-Scam um 68.000 Euro betrogen.
  • Die Täter manipulierten eine echte Rechnung, indem sie die Kontodaten austauschten.
  • Bürgermeister Gerwin Stöcken bestätigte den Vorfall und sprach von schwer erkennbaren Fälschungen.
  • Die Stadt hat Strafanzeige erstattet, sieht aber geringe Rückholchancen für das Geld.
  • Der Angriff erfolgte über kompromittierte oder täuschend echte Geschäfts-E-Mails.

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