Illustration einer schrumpfenden Fabrik mit niedrigem Licht, darin Arbeiter verlassen das Gelände, während im Hintergrund chinesische Konkurrenten mit neuen Anlagen expandieren.
Illustration einer schrumpfenden Fabrik mit niedrigem Licht, darin Arbeiter verlassen das Gelände, während im Hintergrund chinesische Konkurrenten mit neuen Anlagen expandieren.

Der anhaltende Stellenabbau in der Zulieferindustrie gibt einem Kollegen, der den Strukturwandel verfolgt, einen gemeinsamen Kontext.

Deutschlands Zulieferer verlieren weiter Jobs Handlungsfluss und Kernfakten

Eine Branchenstudie von Berylls by Alix Partners zeigt, dass die deutsche Autozulieferindustrie weiter an Bedeutung verliert. In den vergangenen acht Jahren gingen schätzungsweise 100.000 Arbeitsplätze verloren, und der Trend setzt sich fort. Experten rechnen in den nächsten drei bis fünf Jahren mit weiteren Belastungen, da sich die Wertschöpfung in Deutschland um 20 bis 25 Prozent verringern könnte, während neue Standorte vor allem in Asien entstehen.

Der Druck auf die Unternehmen wächst vor allem durch die Expansion chinesischer Konkurrenten. China produziert inzwischen rund 30 Prozent der weltweiten Fahrzeuge und baut seine Kapazitäten zweistellig aus, während die Produktion in Europa, den USA und Südkorea stagniert oder schrumpft. Die 100 größten Zulieferer weltweit verzeichneten 2025 ein Umsatzminus von 2,2 Prozent und eine sinkende Gewinnmarge von 5,2 Prozent.

Chinesische Unternehmen wie CATL dringen in die Top 3 der größten Zulieferer vor und profitieren von niedrigeren Produktionskosten und schnellem Wachstum. Gleichzeitig entstehen in China neue Technologieführer im Bereich autonomes Fahren und softwarebasierte Mobilität. Deutschland bleibt mit Bosch zwar stark vertreten, doch die globale Dynamik verschiebt sich deutlich in Richtung Asien.

Fakten

  • In den letzten acht Jahren gingen rund 100.000 Arbeitsplätze bei deutschen Autozulieferern verloren.
  • Die Wertschöpfung in der deutschen Zulieferindustrie könnte um 20 bis 25 Prozent sinken.
  • Die 100 größten Zulieferer weltweit verzeichneten 2025 ein Umsatzminus von 2,2 Prozent.
  • Die Gewinnmarge der Zulieferer sank von 5,8 auf 5,2 Prozent.
  • CATL aus China rückte erstmals auf Platz 3 der weltgrößten Zulieferer auf.
  • China produziert mittlerweile rund 30 Prozent der globalen Fahrzeuge.

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