
Die Sicherheitslücke zwischen Versprechen und Realität gibt einem Kollegen, der Tech-Aktien verfolgt, nützlichen Kontext.

Teslas FSD: Sicherheit nur Faktor 3 Handlungsfluss und Kernfakten
Eine am 28. Mai 2026 veröffentlichte Analyse stellt Teslas Behauptung infrage, dass sein Full Self-Driving-System (FSD) zehnmal sicherer sei als menschliche Fahrer. Unabhängige Forscher und ehemalige Mitarbeiter kommen stattdessen auf einen Sicherheitsfaktor von lediglich drei. Tesla stützt seine Berechnung auf einen Vergleich zwischen Airbag-Auslösungen in seiner eigenen, rund vier Jahre alten Fahrzeugflotte und einem breiteren Datensatz der US-Behörden, der auch weniger schwere Unfälle aus einem viel älteren nationalen Fuhrpark umfasst. Experten kritisieren diese Methode als irreführend, da neuere Fahrzeuge von Haus aus sicherer sind.
Parallel dazu schrumpft Teslas aktive Robotaxi-Flotte deutlich: Von 165 Fahrzeugen im Frühjahr auf nur noch 34 Ende Mai 2026. In der Bay Area brach die Zahl von 107 auf neun ein, in Austin sank sie von 19 auf 14. Der Konkurrent Waymo betreibt hingegen rund 3.000 autonome Fahrzeuge und bereitet weitere Markteintritte vor. Kalifornische Behörden bestätigten zudem, dass Tesla keine Genehmigungen für fahrerlose Operationen beantragt hat und 2025 null autonome Testkilometer in dem Bundesstaat absolvierte.
Tests von Fachmedien wie Car and Driver zeigen kritische Fehler im Praxiseinsatz – etwa das Übersehen von Bodenschwellern oder das Ansteuern der Gegenfahrbahn. Die NHTSA behält Tesla im Blick; die Unfallrate der Robotaxis liegt weiterhin viermal höher als bei menschlichen Fahrern. Das Management sieht eine Expansion erst mit der geplanten FSD-Version 15, deren Einführung sich auf Ende 2026 oder Anfang 2027 verzögert.
Fakten
- Am 28. Mai 2026 veröffentlichte Analyse zeigt: Teslas FSD ist nur dreimal so sicher wie menschliche Fahrer, nicht zehnmal wie behauptet.
- Die aktive Robotaxi-Flotte von Tesla schrumpfte von 165 auf 34 Fahrzeuge bis Ende Mai 2026.
- Ehemalige Datenlabeler berichten, dass FSD bei einfachen Manövern versagt und den sogenannten „Mad Max“-Modus nutzt, der Tempolimits um bis zu 50 km/h überschreitet.
- Kalifornische Behörden bestätigen: Tesla hat 2025 keine autonomen Testkilometer absolviert und keine Genehmigungen für fahrerlose Operationen beantragt.
- Tesla ruft am 26. Mai 14.575 Model Y der Baujahre 2025 und 2026 wegen fehlender Zertifizierungsetiketten zurück.
- Die kommerzielle Expansion von Teslas Robotaxi-Flotte hängt von der FSD-Softwareversion 15 ab, deren Start sich auf Ende 2026 oder Anfang 2027 verzögert.
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