Illustration eines leeren Lagerregals mit Beschriftung 'Intel Raptor Lake CPUs', während daneben teure neue Modelle hervorgehoben werden.
Illustration eines leeren Lagerregals mit Beschriftung 'Intel Raptor Lake CPUs', während daneben teure neue Modelle hervorgehoben werden.

Die Verlagerung der Produktion auf Server-CPUs gibt einem Kollegen aus der Branche, der die Entwicklung verfolgt, gemeinsamen Kontext.

CPU-Knappheit trifft PC-Branche Handlungsfluss und Kernfakten

PC-Hersteller melden zunehmende Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Intel-Prozessoren für Notebooks und Desktop-PCs. Besonders knapp sind günstige Modelle der Raptor-Lake-Generation, die aufgrund ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses weiterhin stark nachgefragt sind. Stattdessen liefert Intel verstärkt die neueren, aber teureren Core Ultra 300 und Core 300 auf Basis der 18A-Fertigungstechnik, die ursprünglich nur geringe Marktakzeptanz fanden.

Hintergrund ist eine strategische Umstellung der Produktionskapazitäten: Seit Ende 2025 konzentriert Intel sich stärker auf margenträchtige Serverprozessoren wie Xeon, die durch die Nachfrage nach KI-Infrastruktur stark anzieht. Die ältere Intel-7-Fertigung, die auch Raptor Lake herstellt, wird daher zugunsten von Server- und I/O-Chips ausgebremst. Cloud-Hyperscaler und Serverbetreiber sind aktuell ausgebucht – sowohl bei Intel als auch bei AMD.

Einige Hersteller berichten, dass nur ein Bruchteil ihrer Bestellungen ankommt – oft mit unerwünschten, teureren Modellen. Ein Manager beschrieb den CPU-Mangel bereits als gravierender als den Speichermangel, da kein PC ohne Prozessor ausgeliefert werden kann. Intel profitiert indirekt, da die 18A-Produktionslinien nun ausgelastet werden – auch wenn die Markteinführung günstiger Wildcat-Lake-Modelle unter 500 Euro dies mildern könnte.

Fakten

  • PC-Hersteller melden akuten Mangel an Intel-Prozessoren, besonders bei günstigen Raptor-Lake-Modellen.
  • Intel priorisiert seit Ende 2025 die Produktion von Server-CPUs und nutzt dafür Kapazitäten der Intel-7-Fertigung.
  • Ein Hersteller erhielt nur 30 von 100 bestellten CPUs – darunter unerwünschte, teurere Modelle mit 18A-Technik.
  • Manager beschreiben den CPU-Mangel als schwerwiegender als den Speichermangel, da kein PC ohne Prozessor ausgeliefert werden kann.
  • Intel-Finanzchef David Zinsner bestätigte im Oktober 2025 die Knappheit der Intel-7- und Intel-10-Fertigungskapazitäten.

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