
Die Übergabe der Orca gibt einem Kollegen aus der Verteidigungstechnik oder einem Interessierten für autonome Systeme etwas gemeinsamen Kontext.

Boeing liefert erste Orca-Drohne an US-Navy Handlungsfluss und Kernfakten
Die US-Navy hat von Boeing die erste Orca-Drohne erhalten, ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug der Klasse XLUUV (Extra Large Uncrewed Undersea Vehicle). Das 25 Meter lange Fahrzeug kann bis zu 12.000 Kilometer autonom zurücklegen und ist mit elektrischem Antrieb sowie einem Dieselmotor ausgestattet. Sein modularer Innenraum lässt sich je nach Mission mit Sensoren, Kommunikationssystemen oder anderen Technologien bestücken. Die Orca soll bestehende Flottenverbände unterstützen, etwa durch Aufklärung, Überwachung von Schiffsbewegungen oder Kartierung des Meeresbodens.
Die Technologie baut auf dem von der US-Forschungsbehörde Darpa initiierten Projekt „Manta Ray“ auf, das Boeing weiterentwickelte. Seit 2017 wurden Tests auf See durchgeführt, ab 2023 verstärkt vor der kalifornischen Küste. Die US-Marine sieht die Drohne als Ergänzung zu U-Booten der Virginia-Klasse und in der Nähe von Flugzeugträgern, wo sie frühzeitig vor feindlichen Einheiten warnen soll.
Hinter dem Projekt steht der strategische Wettbewerb mit China, das ebenfalls verstärkt in unbemannte Unterwasserfahrzeuge investiert. Dennoch gibt es technische Herausforderungen: Die autonome Steuerung und die Kommunikation unter Wasser verursachen Verzögerungen. Captain Matt Lewis vom Programm für unbemannte maritime Systeme betonte, dass die Schnittstelle zwischen Luft und Wasser besonders komplex sei – ein entscheidender Faktor für die Datenübertragung und Steuerung.
Fakten
- Boeing hat der US-Navy die erste Orca-Drohne übergeben, ein 25 Meter langes unbemanntes Unterwasserfahrzeug.
- Die Orca kann bis zu 12.000 Kilometer autonom fahren und ist elektrisch sowie mit einem Dieselmotor angetrieben.
- Das Projekt basiert auf der Darpa-Entwicklung „Manta Ray“ und wurde seit 2017 getestet, verstärkt ab 2023 vor Kalifornien.
- Die Drohne soll U-Boote unterstützen, den Meeresboden kartieren und als Frühwarnsystem dienen.
- Technische Herausforderungen bestehen weiterhin bei der autonomen Steuerung und Kommunikation unter Wasser.
- Captain Matt Lewis vom Programm für unbemannte maritime Systeme nannte die Luft-Wasser-Schnittstelle als zentrale Hürde.
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