
Die mögliche Übernahme gibt einem Kollegen aus der Tech-Branche, der den Wettbewerb verfolgt, etwas gemeinsamen Kontext.

Uber prüft Übernahme von Delivery Hero Handlungsfluss und Kernfakten
Der US-Fahrdienst Uber prüft laut einem Bloomberg-Bericht eine vollständige Übernahme des Berliner Essenslieferdienstes Delivery Hero. Bisher hält Uber rund 19,5 Prozent am Unternehmen, hat diese Beteiligung aber durch Derivate um weitere 5,6 Prozent gesichert. Laut Bericht hat Uber Berater eingeschaltet, um Möglichkeiten zur weiteren Aufstockung zu prüfen, und bereits mit anderen Großaktionären gesprochen. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Die Spekulationen sorgten für Aufwind an der Börse: Die Delivery-Hero-Aktie stieg im späten Handel um über sieben Prozent auf 35,50 Euro. Das Unternehmen wird damit an der Börse auf rund 10,7 Milliarden Euro bewertet. Ein Sprecher von Delivery Hero erklärte, man könne sich nicht zu Übernahmeplänen von Uber äußern.
Zu den weiteren bedeutenden Aktionären gehören Prosus und Aspex. Prosus muss seine Beteiligung an Delivery Hero nach der Übernahme von Just Eat Takeaway reduzieren, während Aspex kürzlich den Rückzug des Firmengründers Niklas Östberg als Vorstandschef bis Frühjahr 2027 erwirkte. Sollte Uber über die Schwelle von 30 Prozent an Stimmrechten kommen, wäre ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre fällig.
Fakten
- Uber prüft laut Bloomberg-Bericht eine Komplettübernahme von Delivery Hero.
- Uber hält derzeit 19,5 Prozent an Delivery Hero und sicherte sich über Derivate weitere 5,6 Prozent.
- Bei einer Beteiligung von über 30 Prozent wäre ein Pflichtangebot an andere Aktionäre fällig.
- Die Delivery-Hero-Aktie stieg nach dem Bericht um über sieben Prozent auf 35,50 Euro.
- Morgan Stanley half Uber beim Aufbau der Beteiligung und meldete eigene Anteile und Optionen an Delivery Hero.
- Prosus und Aspex sind weitere große Aktionäre; Aspex forderte den Rückzug von Gründer Niklas Östberg.
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