Zerstörtes Wohnhaus in Krywyj Rih nach russischem Raketenangriff, Notfallkräfte im Einsatz.
Zerstörtes Wohnhaus in Krywyj Rih nach russischem Raketenangriff, Notfallkräfte im Einsatz.

Der erneute Angriff auf Krywyj Rih zeigt, wie verletzlich auch symbolische Waffenruhen bleiben, ein klarer Moment für Kollegen, die den Konflikt verfolgen.

Angriff auf Selenskyjs Heimatstadt Handlungsfluss und Kernfakten

Russische Streitkräfte haben nach einer dreitägigen Waffenruhe erneut ukrainische Städte angegriffen. In Krywyj Rih, der Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, kamen bei einem Raketenangriff mindestens zwei Menschen ums Leben, darunter eine 65-jährige Frau und ein 43-jähriger Mann. Vier weitere Personen wurden verletzt, unter ihnen ein neun Monate altes Mädchen im kritischen Zustand. Der Angriff erfolgte kurz nach Ende der Feuerpause, die von US-Präsident Donald Trump vermittelt worden war und bis zum 12. Mai andauerte.

Präsident Selenskyj verurteilte den Beschuss eines Wohnhauses als zynisch und militärisch sinnlos. Er betonte, der Druck auf Russland müsse aufrechterhalten bleiben, um Moskau zu einem diplomatischen Friedensprozess zu zwingen. Dazu gehöre auch der Ausbau der ukrainischen Luftabwehr. Die Stadt Krywyj Rih im zentralen Teil der Ukraine war bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe.

Die Waffenruhe war von Russland offenbar nur bis zum Abschluss der Militärparade in Moskau zum Gedenken an den Sieg im Zweiten Weltkrieg gewährt worden. Moskau bezeichnet den fortgesetzten Krieg als „militärische Spezialoperation“. Die Ukraine hofft weiter auf eine dauerhafte Feuerpause, um über einen Waffenstillstand verhandeln zu können, doch bisher blieben solche Pausen auf kurze Zeiträume beschränkt.

Fakten

  • Bei einem russischen Raketenangriff auf Krywyj Rih starben mindestens zwei Menschen, darunter eine 65-jährige Frau und ein 43-jähriger Mann.
  • Vier weitere wurden verletzt, darunter ein neun Monate altes Mädchen im kritischen Zustand.
  • Der Angriff erfolgte unmittelbar nach Ende einer dreitägigen Waffenruhe, die bis zum 12. Mai andauerte.
  • Präsident Selenskyj verurteilte den Beschuss als zynisch und forderte mehr internationalen Druck auf Russland.
  • Krywyj Rih ist die Heimatstadt von Selenskyj und war bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe.

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